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Jakob Bader
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2003, die Abwäge, Objekt, München

In einer 40cm langen Plexiglasröhre läuft eine silbern glänzende Eisenkugel. Die Enden der Röhre sind mit verchromten Kappen verschlossen, in denen sich je ein Filzpolster und darunter ein starker Magnet befindet. Man kann nun die Kugel in der Röhre zwischen den beiden Enden bedächtig hin und her balancieren. Kommt sie einem Ende zu nahe wird sie immer schneller und unaufhaltsam von einem Magnet angezogen. Man steckt fest.

Die Abwäge veranschaulicht die Probleme des Dialoges, der Argumentation und der Entscheidungsfindung, nicht nur in einem Entwurfs- und Planungsprozess: Es ist schwierig den Raum zwischen Gegensätzen gründlich auszuloten. Es ist leichter, sich ganz auf eine Seite zu schlagen, scheinbar "konsequent" zu sein. Auch in der Mitte, zwischen den Polen, regungslos zu verharren ist leichter, aber ebenso falsch. Die Kugel als Sinnbild des Lebens: Sie muss mit viel Geschicklichkeit stetig in Bewegung gehalten werden, muss dynamisch bleiben, den Raum ausnutzen ohne ins Extrem zu verfallen. Denn Bewegung bedeutet Veränderung und Veränderung bedeutet leben.