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2003, Lebenswaage, Objekt, München (Prototyp)

In einer 40cm langen Plexiglasröhre läuft eine silbern glänzende Eisenkugel. Die Enden der Röhre sind mit verchromten Kappen verschlossen, in denen sich ein Filzpolster und starke Magnete befinden. Man kann die Kugel in der Röhre bedächtig zwischen beiden Enden hin und her balancieren. Kommt sie jedoch einem Ende zu nahe, wird sie schnell von einem Magnet angezogen und fest gehalten.

Die Lebenswaage veranschaulicht die Probleme des Dialoges, der Argumentation und der Entscheidungsfindung: Es ist schwierig den Raum zwischen Gegensätzen auszuloten. Es ist leichter, sich ganz auf eine Seite zu schlagen. Auch in der Mitte, zwischen den Polen, steif zu verharren ist leichter, aber genauso falsch: Die Kugel ist Sinnbild des Leben und sie muss dynamisch bleiben. Bewegung bedeutet Veränderung und Veränderung bedeutet leben.