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2001, Deutsches Museum, Umbau / Neubau, München (Wettbewerb)

Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik in München ist nach Ausstellungsfläche das größte Wissenschafts- und Technikmuseum der Welt. Es war jedoch schon 2001 sehr in die Jahre gekommen, zig-mal umgebaut und erweitert, verstaubt, verkrustet und veraltet. Mit einer Kollegin haben wir das Museum anlässlich eines Wettbewerbs neu erfunden: Nach reiflicher Überlegung und Analyse des Bestandes beschlossen wir uns kurzerhand dazu, das labyrinthische Konglomerat der bestehenden Museumsbauten vollständig abzureißen und nur das ehrwürdige Haupthaus von Gabriel von Seidl, das Herzstück des Museums, zu erhalten. Anstelle eines oberirdischen Neubaus haben wir sodann die gesamte Insel mit einer landschaftlich geformten Museumshalle ausgehöhlt. Sie umschließt den Altbau und bildet seine Basis. Die beiden langen Außenkanten der Insel-Halle reagieren dabei auf den Charakter der Isarläufe: im Osten wild, begrünt, amorph und steinig, im Westen, am Kanal, gerade, scharfkantig, urban. Zum Entwurf inspirierte uns der Shape des Stealth-Bombers (Tarnkappenbomber B-2 Spirit) - und die Weinbergschnecke mit ihrem Haus. Die Jury hat unseren Beitrag begeistert aufgenommen. Eine Kooperation mit Juliane Fink.